Nachtoderfahrungen

Nachtodkontakte – gibt es sie wirklich?

Immer wieder tauchen Berichte von Personen auf, die von ihren eigenen verstorbenen Verwandten oder Freunden aufgesucht worden oder auf andere Weise mit ihnen in Kontakt gekommen sind (sogenannte Nachtodkontakte, manchmal auch Afterlife-Kontakte oder verstorbene Kontakte genannt). Einige hörten die Stimme eines Verstorbenen, andere fühlten eine körperliche Berührung oder spürten die räumliche Präsenz des Verstorbenen. Viele Menschen, die solche Dinge erlebt haben, sind davon überzeugt, dass diese nächtlichen Erlebnisse echte Begegnungen sind und somit auch echte Kontakte zu den Toten.

Es gibt Beschreibungen solcher Erfahrungen in der Literatur, aber auch die Befragung von Bekannten kann Berichte über Nachtod-Begegnungen ans Licht bringen.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Nachtodkontakte weit verbreitet sind, viel weiter als sogenannte Nahtoderlebnisse. Unter der Annahme, dass etwa 4 bis 5% der Bevölkerung eine Nahtoderfahrung hatten, haben bereits bis zu 40% der Menschen Nachtkommunikation erlebt. Für spezielle Gruppen, z.B. bei Witwen und Witwern sind die Zahlen viel höher. Angesichts dieser Studienergebnisse kann man kaum von „außergewöhnlichen“ Phänomenen sprechen, sondern von normalen Phänomenen.

Formen von Nachtodkontakten

Es gibt verschiedenen Formen des Kontaktes. Dazu gehören Kontakte mit den Sinnen der Gegenwart, auditive, taktile und olfaktorische Wahrnehmungen, visuelle Kontakte in unterschiedlichem Ausmaß und mit unterschiedlichen Visionen, nächtliche Kontakte während des Schlafens, außerkörperliche und telefonische Kommunikation und schließlich physikalische Phänomene und symbolische Kontakte mit dem Verstorbene.

Inhalt und Wirkung der Nachtodkommunikation

Trotz der Vielfalt der Formen der Nachtodkontakten überrascht die Tatsache, dass die Erfahrung in den meisten Fällen einen ähnlichen Inhalt hat: nämlich die Botschaft, dass sie, die Verstorbenen, gut gehen und die Hinterbliebenen sich deshalb nicht darum sorgen, nicht um die Verstorbenen trauern sollten. Diese Botschaft wird entweder direkt durch die Sprache vermittelt, oder derjenige, der den Kontakt erlebt, „weiß“, fühlt und spürt, dass die Erscheinung für ihn diese Bedeutung hat. Normalerweise geht der Nachtod-Kontakt auch mit starken positiven Gefühlen einher, mit tiefem Frieden und Freude. Nur in wenigen Fällen wird die Begegnung mit einem Verstorbenen als störend bezeichnet.

Diese als Geschenk empfundene Erfahrung wirkt sich in der Regel positiv auf das Leben der Betroffenen aus. Trost setzt ein, Trauer und Schmerz lassen nach und werden oft sogar weitgehend beseitigt.

Elektrische Manipulation

Für die Verstorbenen scheint elektromagnetische Manipulation eine der einfachsten Möglichkeiten zu sein, Aufmerksamkeit zu erregen. Aufgrund der erhöhten Vibration scheint es für den Verstorbenen leicht zu sein, Manipulationen an der Hauselektrik vorzunehmen.

Das Ein- und Ausschalten von Elektrogeräten wie Lampen, Musikanlagen oder Fernsehgeräten scheint weit verbreitet zu sein. Diese Phänomene treten normalerweise in den ersten Tagen nach dem Tod auf, können aber auch später bei intensivem geistigem Kontakt auftreten. Das Klingeln von Festnetztelefonen gehört zu den beliebten Mitteln, um die Aufmerksamkeit der Überlebenden zu erregen.

Es wurde auch berichtet, dass die Verstorbenen Nachrichten an den Computer senden oder mit der Mailbox des Mobiltelefons sprechen.

Kontakte im Schlaf

Im Übergang zwischen Erwachen und Schlafen, in der sogenannten Dämmerungsphase, ist das Bewusstsein besonders anfällig für Nachtodkontakte. Oft kann das Jenseitige in diesem Zustand deutlich wahrgenommen werden. Es gibt auch häufige Berichte über Sprachkontakte, in denen die Verstorbenen sagen, dass es ihnen gut geht und es keinen Grund zur Trauer gibt.

Viele Kontakte entstehen im Traum. Diese Träume werden nicht als diffus beschrieben, sondern vielmehr als real. Die Bewohner der geistigen Welt haben hier die Möglichkeit, mit denen zu sprechen, die lange Zeit zurückgelassen werden. Auffällig ist auch, dass diese Träume jahrelang nicht vergessen werden.

Die Frage der Echtheit

Natürlich stellt sich die Frage, wie diese Phänomene und Erfahrungen zu interpretieren sind. Sind die nächtlichen Erfahrungen, sind Kontakte mit Toten, real, ich. Treffen Tote wirklich auf Hinterbliebene? Oder ist es nichts anderes als Illusionen, Selbsttäuschungen und Wunschdenken, Träume oder Halluzinationen?

Jeder Leser muss die Frage für sich selbst beantworten. Einige besondere Umstände im Zusammenhang mit gemeldeten Kontakten bei Einbruch der Dunkelheit, auf die noch näher eingegangen wird (z. B. konkrete Hilfe des Verstorbenen in Notfällen), können für ihre eigene Interpretation hilfreich sein.

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