Dynamische Unfallversicherung

Dynamische Unfallversicherung – für den Fall der Fälle

Die meisten Unfallversicherungen auf dem Markt sind dynamische Unfallversicherungen. Mit einem dynamischen Unfallversicherungsbeitrag und Leistungssteigerung in regelmäßigen Abständen (in der Regel monatlich oder jährlich). Die dynamische Unfallversicherung passt sich damit den steigenden Lebenshaltungskosten an, wir von humannews.de informieren über alles wichtige, rund um die dynamische Unfallversicherung.

Die dynamische Anpassung ist nicht obligatorisch, das heißt, der Versicherungsnehmer muss die Dynamisierung nicht akzeptieren. Es handelt sich vielmehr um einen Vorschlag des Versicherers, den der Versicherungsnehmer annehmen oder ablehnen kann.

Ein oft unterschätzter Vorteil: Die dynamische Unfallversicherung ermöglicht es dem Versicherten, seinen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsuntersuchung zu erhöhen.

Wenn Sie die Dynamisierung ablehnen, unterbreitet der Versicherer im folgenden Jahr erneut einen Vorschlag für eine erhöhte Versicherungssumme. Dieser Vorschlag kann ebenfalls angenommen oder abgelehnt werden.

Wenn das Angebot des Versicherers jedoch dreimal hintereinander abgelehnt wird, wird die dynamische Anpassung insgesamt eingestellt. Eine erneute Wiedereingliederung einer dynamischen Anpassung kann nur erfolgen, wenn Gesundheitsfragen erneut ausgefüllt werden.

Unser Tipp:
Wenn Sie abwechselnd – von Jahr zu Jahr – die dynamische Anpassung akzeptieren und ablehnen, können Sie die Leistungs- und Beitragsentwicklung etwas dämpfen!

Warum eine dynamische Unfallversicherung?

Die dynamische Unfallversicherung hält deinen Unfallschutz auf dem neuesten Stand. Deine Versicherungspolice hält Schritt mit deinem Leben. Die versicherten Leistungen und Beiträge werden jährlich angepasst. Es gibt verschiedene dynamische Anpassungen, abhängig vom Versicherer. Viele Unfallversicherer erhöhen ihre Leistungen jährlich um den Prozentsatz, um den sich der maximale Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung erhöht. Andere Versicherer sehen feste Anpassungssätze vor (meist einige wenige Prozent). Entsprechend der Leistungssteigerung erhöht sich auch dein Beitrag.

Dynamische Unfallversicherung Anpassung

 

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste Bedingung ist, dass die körperliche Beeinträchtigung, die als Behinderung bezeichnet wird, dauerhaft ist. Gesundheitsschäden gelten als dauerhaft, wenn sie voraussichtlich länger als drei Jahre andauern und keine Besserung zu erwarten ist.

Das heißt, auch wenn Sie nach einem Motorradunfall wochenlang im Krankenhaus sind, zahlt sich die Unfallversicherung möglicherweise nicht aus – wenn Du vollständig genesen bist. Wenn Du nach der Reha dein Knie nicht mehr beugen kannst, erhältst Du einen Teil der Versicherungssumme.

Darüber hinaus zahlt die Versicherung nur, wenn die Behinderung tatsächlich durch einen Unfall verursacht wurde. Als Unfall tritt meist nur ein plötzlich auf die Außenseite des Körpers einwirkendes Ereignis auf. Fällt einfach jemand ohne ersichtlichen Grund, so gilt dies nicht zwangsläufig als Unfall für die Versicherung. Wenn er über eine Baumwurzel oder ein loses Gehwegplättchen gestolpert ist, gilt dies als äußerer Einfluss.

Was müssen Sie bei einer Unfallversicherung beachten?

Wenn Sie sich tatsächlich für eine Unfallversicherung entscheiden, dann ist das wie bei den meisten Versicherungsunternehmen: Sie sollten nicht am falschen Ende sparen und sich auf niedrige Versicherungsleistungen einigen. Immerhin geht es hier um die eigene Gesundheit!

Ausreichende Versicherungssumme

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Kapitalzahlung, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls dauerhaft behindert ist. Um im Notfall ausreichend versorgt zu sein, ist es wichtig, eine ausreichend hohe Versicherungssumme (auch Grundinvaliditätssumme genannt) zu wählen.

Nach einem Unfall wird abhängig von der Schwere der Beeinträchtigung nur ein Teil der Versicherungssumme ausbezahlt. Kleinere Beeinträchtigungen sind häufiger als schwere. Daher sollte die Versicherung ab 1 Prozent Invalidität zahlen.

Welche Versicherungssumme für deine persönliche Situation angemessen ist, lässt sich im Rahmen der Beratung zur Unfallversicherung am besten klären. Es gibt drei Fragen zu beantworten:

  1. Welche laufenden Kosten würden mir zum Beispiel durch unfallbedingte Lohnausfälle oder eine Haushaltshilfe entstehen?
  2. Welche einmaligen Kosten können beispielsweise durch Renovierungen am Haus oder durch Anschaffungen entstehen? Diese Kosten variieren je nach individueller Umgebung.
  3. Welche Rückstellungen und zusätzlichen Absicherungen habe ich?

Wenn Du keine Berufsunfähigkeitsversicherung hast, solltest Du auch bedenken, dass das ausgezahlte Geld im schlimmsten Fall bis zum Ende deines Lebens reichen muss. Eine Versicherungssumme von mehreren hunderttausend Euro ist sinnvoll. Ein weiterer Vorteil einer hohen Versicherungssumme: Du erhältst einen beachtlichen Geldbetrag bei geringem Invaliditätsgrad.

Gute Leistungskurve

Wir empfehlen auch eine sogenannte Progression zu vereinbaren. Der Verlauf stellt sicher, dass Du ein Vielfaches der Versicherungssumme für schwere Behinderungen erhältst. Das ist sinnvoll, denn in solchen Fällen steigt der Kapitalbedarf oft immens. Wir empfehlen eine Progression von 225 oder 350 Prozent.

Bei einer Vollinvalidität erhältst Du einen Tarif mit 350-prozentiger Progression des 3,5-fachen der versicherten Grundsumme: Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro wären das 350.000 Euro.

Ein hoher Fortschritt garantiert jedoch nicht automatisch die höchste Leistung. Denn in welchen Schritten die Leistung bei unterschiedlichem Schweregrad der Behinderung steigt, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Achte daher beim Vergleich mehrerer Raten darauf, wie viel Geld Du bei unterschiedlichen Invaliditätsgraden erhalten würdest.

Einigung über die Todessumme

Für Menschen, die ihre Hinterbliebenen im Falle ihres eigenen Todes schützen wollen, ist eine Risikolebensversicherung die beste Wahl. Trotzdem ist es in der Unfallversicherung sinnvoll, eine Todessumme zu vereinbaren, da diese auch dann eine Funktion hat, wenn der Versicherte nicht stirbt.

Die Versicherungsgesellschaft kann nach einem Unfall eine Vorauszahlung leisten, wenn die Beeinträchtigung mit Sicherheit zurückbleibt, aber noch nicht klar ist, wie schwerwiegend sie sein wird. Dieser Vorschuss ist auf den Betrag begrenzt, der die Todesstrafe im Vertrag darstellt. Ist für den Tod keine Leistung vereinbart, erfolgt in der Regel kein Vorschuss. Um die Mehrkosten bis zur Feststellung des Invaliditätsgrades zu decken, empfehlen wir eine Sterbesumme zwischen 10.000 und 20.000 Euro.

Dynamische Unfallversicherung sinvoll

Wie kann eine Unfallversicherung beendet werden?

Bevor Du eine bestehende Unfallversicherung kündigst, solltest Du sicher sein, dass Du anderweitig abgesichert bist und den Vertrag nicht mehr benötigst. Frage im Zweifelsfall um professionellen Rat. Du kannst in der Regel jedes Jahr mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen. Der Kündigungstermin ist der sogenannte Hauptfälligkeitstermin. Dies steht im Versicherungsschein und ist der Tag, an dem der Beitrag mit der jährlichen Zahlung belastet wird. Wenn dein Tarif außerplanmäßig teuer wird, hast du außerdem ein Sonderkündigungsrecht.

Wenn Du jedoch die Unfallversicherung mit einer Prämienrückerstattung kündigst, kannst Du einen Teil des gesparten Kapitals verlieren. Lasse dir aus diesem Grund etwaige Abzüge vom Versicherer vorab schriftlich mitteilen. Anstatt einen solchen Vertrag zu kündigen, kannst Du prüfen, ob der Vertrag nachbezahlt werden kann. Das bedeutet, dass Du nichts mehr bezahlst und der Vertrag stillgelegt wird.

Übrigens: Die Versicherung kann dir auch kündigen. Und das ohne besonderen Grund zum Ende eines jeden Versicherungsjahres. Anbieter machen in der Regel von diesem Recht Gebrauch, wenn sich der Vertrag für sie nicht lohnt. Nach einem Versicherungsfall kann der Anbieter sogar innerhalb eines Monats außerordentlich kündigen.

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