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© FITT
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27.09.13 | 
 | Gesellschaft & Soziales

Immer mehr Tiere unterstützen in Schulen, Sozialarbeit und Therapien – artgerechte Haltung ist wichtig

Bundesweit größte Tagung zu tiergestützter Therapie und Pädagogik
in Freiburg beendet


Freiburg (humannews) – Assistenzhunde für Autisten, Lesehunde für Lernschwache, Besuchstiere für Betagte: Die Einsatzfelder von Tieren haben sich in den vergangenen Jahren stark erweitert. Lehrer, Sozialarbeiter, Altenpfleger, Bewährungshelfer, aber auch Ergo-, Physio- und Psychotherapeuten setzen zunehmend auf vierbeinige Co-Pädagogen und -Therapeuten.
 


 

Das zeigte die bundesweit größte Tagung zu tiergestützter Therapie und Pädagogik, bei der am 20. und 21. September 2013 in Freiburg mehr als 300 Wissenschaftler und Praktiker Entwicklungen und Qualitätsstandards debattierten. Im Fokus standen auch die Tiere selbst – und ihre positiven Effekte auf Menschen.
 


 

„Der Einsatz von Tieren in Therapie und Pädagogik wird immer mehr nachgefragt“, sagt Dr. Rainer Wohlfarth, Leiter der Tagung „Tiergestützte Therapie und Pädagogik – Innovation in Forschung und Praxis“ an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, die von der Mars-Initiative Zukunft Heimtier maßgeblich unterstützt wurde. „Das zeigt nicht nur die wachsende Zahl von Anbietern für tiergestützte Interventionen, sondern auch das große Interesse aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an unserer Tagung – wir waren bereits vor zwei Monaten ausgebucht. Umso wichtiger ist es, sich über Qualitätsstandards, aktuelle Forschungsergebnisse und Tierschutz auszutauschen.“
 


 

Wissenschaft und Praxis

 

Unter den 300 Tagungsteilnehmern waren auch die wichtigsten Praktiker und Wissenschaftler aus dem Feld der tiergestützten Einsätze, unter anderem von den Universitäten Dresden, Rostock, Wien und Zürich. Auf dem Programm der zweitägigen Veranstaltung standen Vorträge über neueste Erkenntnisse aus der Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung, über Tiereinsätze in Sozialarbeit, Therapie und Altenpflege sowie die Vorstellung innovativer Projekte. So berichtete eine Bewährungshelferin vom Einsatz ihres Hundes in der Arbeit mit Strafgefangenen, ein Mitarbeiter der ambulanten Wohnhilfe von Besuchen in vierbeiniger Begleitung bei „Messis“ und Lehrerinnen von erfolgreichen Leseübungen mit Hund für Förderschüler.
 


 

„Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf der Frage, wie wir unsere Tiere für die Einsätze richtig auswählen, ausbilden und ihr Wohlbefinden gewährleisten können“, so Wohlfarth. „Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Hunde, Pferde, aber auch Katzen oder Kleintiere äußerst positive Effekte auf Menschen haben können – aber nur, wenn man sie artgerecht hält und sehr bewusst einsetzt.“ So drehten sich Workshops auch um Zertifizierungen, um Ausbildung von Mensch und Tier sowie Möglichkeiten zur Finanzierung.

 

www.humannews.de


Pressekontakt:
nolte-PR GmbH
Kathrin Fichtel
Kirchbachstraße 95
28211 Bremen
Telefon: +49(0) 421 83 05 021
E-Mail: [email protected]
Homepage: http://www.ph-freiburg.de



Schlagwörter:
Tiere, Therapie, Unterricht, Schule, Pflege, Studie, Tagung, Pädagogik, Forschung